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		<title>Bobo der Bomber</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 11:08:29 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rudi Gutendorf: Bobo der Bomber</strong></p>
<p>In dem Buch Bobo der Bomber geht es um den dunkelhäutigen, in Koblenz-Neuendorf geborenen Fußballer Bobo Werner, um Vorurteile, Rassismus und um Freundschaft – und um die Kraft der Liebe. Die anrührende Geschichte, aufgeschrieben von der Fußballtrainer-Legende Rudi Gutendorf, erzählt in zweierlei Hinsicht eine Fabel, die nicht zuletzt auch heutzutage Gültigkeit besitzen dürfte: Sie zeigt nämlich auf, wie wichtig es ist, dass sich Menschen gegen Ressentiments jeder Art zur Wehr setzen. Jeder Mensch, egal welcher Hautfarbe, hat ein Lebens- und Bleiberecht. Gutendorf erzählt aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern nüchtern, die Fakten aneinanderreihend.<span id="more-235"></span></p>
<p>Bobos Mutter, zu Kriegsende noch Opfer einer brutalen Vergewaltigung durch drei junge polnische Fremdarbeiter, flieht aus dem zerstörten Berlin und landet schließlich im rheinland-pfälzischen Koblenz. Dort findet sie eine Anstellung bei einem örtlichen Fotografen. Männerbekanntschaften meidet sie aufgrund ihrer schrecklichen Erfahrungen; dennoch verliebt sich die junge Frau später in den amerikanischen Piloten Sam, der im Hunsrück als Ausbilder seinen Dienst ableistet.</p>
<p>Die Nachricht von der Schwangerschaft der jungen Frau nimmt der Soldat freudig entgegen, verspricht ihr die Ehe. Nichts scheint einem großen Glück entgegenzustehen. Doch nach diesem Heiratsversprechen verschwindet Sam auf mysteriöse Weise. Er ist plötzlich wie vom Erdboden verschluckt, die amerikanischen Militärbehörden verweigern Zivilisten jegliche Auskünfte; die junge Frau begräbt die Hoffnung, Sam doch noch aufzuspüren, jedoch nie.</p>
<p>Der dunkelhäutige Bobo wird geboren. Er wächst in sehr bescheidenen Verhältnissen auf, schlägt sich gemeinsam mit seiner Mutter durch das schier endlose Gestrüpp von Getratsche und verdecktem wie offenem Rassismus. Die Zuwendung eines Apothekers aus dem beschert dem Jungen schließlich einen Fußball, aus dem für ihn symbolisch ein Lebensinhalt erwächst. Geschenkt wird ihm – außer diesem Lederball – aber auch in der Folge kaum etwas. Sein Weg bleibt steinig.</p>
<p>Aus dem Jungen wird ein akzeptabler Profifußballer, der – Dank des Apothekers später &#8211; sogar Engagements in Italien und England erhält. Nach den Jahren der Entbehrungen folgen die der Ernte.</p>
<p>Natürlich will der Leser wissen, ob die Suche nach dem verschollenen Vater von Erfolg gekrönt ist. Bobo hätte innerlich abschließen und sich auf den Lorbeeren ausruhen können. Doch er entscheidet sich, nachdem er finanziell ausgesorgt hat und seine Laufbahn als Fußballprofi früher als sportlich nötig ausklingen lässt, die Suche nach Sam, seinem Vater, professionell anzugehen…</p>
<p>Der inzwischen 85-jährige Autor Rudi Gutendorf gilt als der Trainer mit den meisten internationalen Engagements und steht als solcher auch im Guinness Buch der Rekorde. Die Liste seiner Trainertätigkeit weist 54 Stationen auf, darunter sind Jobs als Nationaltrainer in Australien, Bolivien, Trinidad und Tobago, Volksrepublik China, Fidschi, Tonga, Tansania, Nepal und Ruanda. Seinen größten Erfolg als Nationaltrainer erreichte er mit Chile, durch den Sieg in der Gruppe 3 der südamerikanischen Qualifikation qualifizierte es sich für das Interkontinentale Play-Off gegen die UdSSR um die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1974. Zwei Wochen vor dem Hinspiel in Moskau musste Gutendorf als Freund Allendes wegen des Putsches in Chile 1973 das Land und die Mannschaft verlassen. In der Bundesliga war er für die Vereine MSV Duisburg, VfB Stuttgart, FC Schalke 04, Kickers Offenbach, Tennis Borussia Berlin, Hamburger SV sowie 1860 München (damals 2. Liga) als Trainer aktiv. Insgesamt saß er in der Ersten Bundesliga 227 Mal auf der Trainerbank.</p>
<p>Gutendorf fasst mit diesem Buch, in der er die Geschichte des Fußballers Bobo Werner erzählt, auch sein jahrzehntelanges Engagement zusammen: Wenn sich in der Politik alle möglichen Persönlichkeiten gern als Botschafter der Völkerverständigung feiern lassen wollen, so trifft dies auf den bescheidenen Koblenzer mit Fug und Recht zu. Gutendorf hat Verständigung, Fairness, Achtung und Solidarität gelebt. Ihm nimmt man diese sympathische Geschichte um Bobo dem Bomber gern ab, weil er weiß über was er schreibt.</p>
<p><em>Rudi Gutendorf: Bobo der Bomber, Der Neue Morgen, ca. 200 Seiten, Broschur, etwa 12,99 EUR, ISBN 978-3-95480-014-8</em></p>
<p><strong><em>Dieses Buch erscheint voraussichtlich am 1. Juni 2012</em></strong></p>
<p><strong><em>DOWNLOADS:</em></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Gutendorf_BOBOderBomber_Cover1.pdf">Titelbild (PDF)</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Gutendorf_Bobo_Inhalt.pdf">Inhaltsverzeichnis (PDF)</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Gutendorf_Bobo_Leseprobe.pdf">Leseprobe (PDF)</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Gutendorf_Bobo_Produktblatt.pdf">Produktblatt Seite1</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Gutendorf_Bobo_Produktblatt2.pdf">Produktblatt Seite2</a></strong></p>
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		<title>Über die Unbrauchbarkeit der Philosophen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 11:04:44 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Daan Paresco: Über die Unbrauchbarkeit der Philosophen. Eine Streitschrift mit acht Beweisen</strong></p>
<p>Über den Nutzen der Philosophie und eben der Philosophen ist immer wieder trefflich gestritten worden. Daan Paresco lässt diese Debatte, die in der Antike begründet wurde, mit acht Beispielen aufleben und bemüht zu diesem Zweck die Philosophen und Schriftsteller Lukianos, Hermias, Erasmus von Rotterdam, Friedrich Schiller, Jean Paul, Friedrich Engels und Josef Victor von Scheffel. Herausgekommen ist eine satirisch gefärbte Streitschrift, die wohl letztlich die Frage nach der Notwendigkeit philosophischer Einlässe allgemeingültig unbeantwortet lässt, dafür aber zugleich den Nutzen solcher Debatten, die wohl im Austausch der Gedanken und Meinungen besteht, illustriert.<span id="more-232"></span></p>
<p>Es war und ist ein ewiger Kampf zwischen den unterschiedlichen philosophischen Ansichten. Was nicht naturwissenschaftlich zu erklären war, sollte wenigstens halbwegs philosophisch gedeutet werden können…</p>
<p>Die vorliegenden Texte unterstreichen – zum Teil in eine satirisch-literarische Hülle verpackt &#8211; auf ihre Weise, dass eine gesunde Skepsis gegenüber den wohllauten philosophischen Verheißungen angeraten scheint, wenn diese den Anspruch auf Allgemeingültigkeit hegen und keine anderen neben sich dulden. Ansichten können geäußert und verworfen werden; sie sind im Lichte ihrer jeweiligen Zeit zu sehen und können sich – mehr oder weniger &#8211; gesellschaftlicher Realität nähern. Dennoch bleiben sie Kinder ihrer Zeit und ein Ergebnis relativer Ansichten und Anschauungen.</p>
<p>Als ein antiker Meister des Spotts offenbart sich etwa Lukian von Samosata (etwa um 120 bis ca. 180), sozusagen der erste vielschreibende Satiriker. Lukian schrieb durchweg in der klassischen altgriechischen Sprache aus dem 5. und 4. Jahrhundert v. Chr., nicht in der Koine seiner Zeit. Anfangs verfasste er leichte Dialoge, die vom Alltagsleben handelten. Darin wurden gesellschaftliche, philosophische und theologische Themen behandelt, bei denen seine Religionskritik zum Ausdruck kam. Er geißelte die Verschwendungssucht der Reichen, beleuchtete die anrüchigen Gewerbe und machte sich über die Dummheit lustig. Diese Dialoge spiegeln treffend die gesellschaftliche Situation im damaligen römischen Reich wider.</p>
<p>Ein großer Verehrer von Lukian war der niederländische Gelehrte des europäischen Humanismus, der Theologe, Philosoph und Philologe Erasmus von Rotterdam (ca. 1466/1467/1469 bis 1536). Neben der „Stilübung“ gehört die Satire „Lob der Torheit“ (Laus stulticiae), aus der wir hier einen Auszug anbieten, die er seinem Freund Thomas Morus gewidmet hatte. Mit dieser Satire entgegnete er 1509 mit Spott und Ernst tief verwurzelten Irrtümern und trat für vernünftige Anschauungen ein.</p>
<p>Der christliche Apologet Hermias (um 200 n. Chr.) macht sich in unserem Auszug aus dem Aufsatz an die „Verspottung der heidnischen Philosophen“. Die hier vorgestellte kurze, die Lehren der griechischen Philosophen verspottenden Schrift, ist das einzige vom Autor überlieferte Werk.</p>
<p>Kenner des großen deutschen Literaten Johann Christoph Friedrich von Schiller (10. November 1759 bis 9. Mai 1805) wissen sehr wohl, dass er sich leidenschaftlich auch mit philosophischen Fragen befasste, die sich nicht zuletzt auch in seinen literarischen Werken widerspiegelten. Auf der Karlsschule las Schiller Shaftesbury, Rousseau, Lessing, Garve u. a. und wurde durch seinen Lehrer Abel mit der Leibniz-Wolffschen Philosophie vertraut, wie dies die »Philosophischen Briefe« (1786) zeigen. Einen starken Eindruck machte dann (seit 1787, 1791) Kant auf ihn, auf dessen Wegen er, aber mit selbständigen Anschauungen (besonders auf dem Gebiete der Ästhetik) im Einzelnen, wandelte. Ohne ein systematischer Philosoph zu sein, hat Schiller in Poesie und Prosa eine ausgeprägt idealistische Weltanschauung, Grundzüge einer Kulturphilosophie dargelegt. Zu Schillers wichtigsten philosophisch-ästhetischen Schriften gehörten u.a.: Philos. Briefe, 1786. &#8211; Über den Grund unseres Vergnügens an tragischen Gegenständen, 1792. &#8211; Über die tragische Kunst, 1792, &#8211; Über Anmut und Würde, 1793. &#8211; Über naive und sentimentalische Dichtung, 1796. &#8211; Briefe über die ästhetische Erziehung des Menschengeschlechts, 1795. &#8211; Vom Erhabenen</p>
<p>Auch dem Schriftsteller Jean Paul (1763 bis 1825; eigentlich Johann Paul Friedrich Richter) war die satirische Auseinandersetzung alles andere als fremd. Er spielte ständig mit einer Vielzahl witziger und skurriler Einfälle. Seine Werke sind geprägt von wilder Metaphorik sowie abschweifenden, teilweise labyrinthischen Handlungen. In ihnen mischte Paul Reflexionen mit poetologischen Kommentaren; neben geistreicher Ironie stehen unvermittelt bittere Satire und milder Humor, neben nüchternem Realismus finden sich verklärende, oft ironisch gebrochene Idyllen, auch Gesellschaftskritik und politische Stellungnahmen sind enthalten.</p>
<p>Georg Herwegh über Paul und sein Werk „Clavia Fichteana“: „Der Humor verachtet die Welt nicht, er dringt in dieselbe ein, er schaut sich nach allen Seiten um, rührig und tätig, in Hütten und Palästen, aber sein Maßstab, den er an die Endlichkeit anlegt, ist nicht das Ich, sondern das Göttliche, dessen schönster Tempel Jean Pauls Herz gewesen. Da findet er uns Kindergestalten denn freilich zu kurz und allen Menschenwitz unzureichend dem Ideale gegenüber. Aber er verstößt uns nicht, sondern erbarmt sich unserer, er streift die komische Hülle von unserm Körper ab, damit wir umso kühner und ungehinderter den Aufflug versuchen mögen zum Absoluten.“</p>
<p>Spott und Ironie waren auch für den Gesellschaftstheoretiker Friedrich Engels (1820 bis 1895) wesentliche Elemente der agitatorischen Arbeit. Seit seinen Streitschriften gegen Schelling widmete Engels der Philosophie immer größere Aufmerksamkeit. Er studierte die Werke Hegels, beschäftigte sich ausführlich mit dem Stand der religionskritischen Forschungen und wandte sich zum ersten Mal der Philosophie der französischen Materialisten zu. Ab Mitte 1842 begann er, sich mit Ludwig Feuerbach (Das Wesen des Christentums) auseinanderzusetzen, der in seinen Werken die Religion sowie den Hegelschen Idealismus verwarf. Unter dem Eindruck dieser Studien entfernte sich Engels zunehmend vom Junghegelianismus und fing an, Positionen des Materialismus einzunehmen. In den Jahren 1842/43 erschienen – unter dem Eindruck von Schellings Hegel-Vorlesungen in Berlin – Artikel und Broschüren zu Schelling und dessen Hegel-Kritik. Engels kritisiert darin den Versuch Schellings, die christliche Religion zu rechtfertigen und verteidigt die Hegelsche Dialektik. Schellings Philosophie stelle einen Rückfall in die Scholastik und Mystik dar und sei der Versuch, die Philosophie wieder zur „Magd der Theologie“ zu erniedrigen.</p>
<p>Mit der „Phänomenologie des Geistes“ von Joseph Victor von Scheffel (1826 bis 1886) endet schließlich unser kleiner, augenzwinkender Exkurs bezüglich der kritischen Beleuchtung der Rolle des Philosophen. Scheffel, 1876 geadelt, gehörte im 19. Jahrhundert zu den viel gelesenen deutschen Schriftstellern und Dichtern. In Heidelberg und Berlin studierte Scheffel intensiv Philosophie. Zu seinen Lektüren gehörten die Werke Hegels, die er ausgiebig exzerpierte. Das verband ihn mit vielen politischen Köpfen des „Vormärz“, den Jahren vor den revolutionären Eruptionen 1848.</p>
<p><em>Daan Paresco: Über die Unbrauchbarkeit der Philosophen. Eine Streitschrift mit acht Beweisen, Der Neue Morgen, ca. 200 Seiten, Broschur, etwa 14,99 EUR, ISBN 978-3-95480-013-1</em></p>
<p><strong><em>Dieses Buch erscheint voraussichtlich am 1.Juni 2012</em></strong></p>
<p><strong><em>DOWNLOADS:</em></strong></p>
<p><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Paresco_Philosophie_Inhalt.pdf">Inhaltsverzeichnis (PDF)</a></p>
<p><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Paresco_Philosophie_Leseprobe.pdf">Leseprobe (PDF)</a></p>
<p><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Paresco_Venedig_Cover_VS.pdf">Titelbild (PDF)</a></p>
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		<title>Hexen, Zauberer, Dämonen</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Apr 2012 10:59:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Jakob Sprenger / Heinrich Kramer: Hexen, Zauberer, Dämonen. Geschichten aus dem Hexenhammer Der Hexenhammer ist ein Werk zur Legitimation der Hexenverfolgung, das der Dominikaner Heinrich Kramer nach heutigem Forschungsstand im Jahre 1486 in Speyer veröffentlichte und das bis ins 17. Jahrhundert hinein in 29 Auflagen erschien. In der vorliegenden Ausgabe wurden einzig die erzählenden Geschichten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jakob Sprenger / Heinrich Kramer: Hexen, Zauberer, Dämonen. Geschichten aus dem Hexenhammer</strong></p>
<p>Der Hexenhammer ist ein Werk zur Legitimation der Hexenverfolgung, das der Dominikaner Heinrich Kramer nach heutigem Forschungsstand im Jahre 1486 in Speyer veröffentlichte und das bis ins 17. Jahrhundert hinein in 29 Auflagen erschien. In der vorliegenden Ausgabe wurden einzig die erzählenden Geschichten über die angeblichen Umtriebe von Hexen, Zauberer und Dämonen zusammengestellt, die Kramer und – wahrscheinlich auch Sprenger &#8211; als Legitimation und Aufforderung zum Denunzieren genügten. Sprengers Mitwirkung an dem dreibändigen Machwerk ist übrigens unter Experten umstritten. Dennoch müssen beide Inquisitoren als Begründer des „modernen“ Denunzierens bezeichnet werden. Und leider lebt diese von Sprenger und Kramer begründete Tradition des Denunzierens – nicht nur in unseren Breitengraden – bis heute fort. Zwar werden keine Hexen mehr verbrannt – doch „erfreut“ sich das vor den Kadi bringen noch immer größte Beliebtheit in unserer Gesellschaft.<span id="more-229"></span></p>
<p>Auszug aus Wikipedia: „Der Hexenhammer muss in engem Zusammenhang mit der sogenannten Hexenbulle des Papstes Innozenz VIII. vom 5. Dezember 1484 gesehen werden. Die päpstliche Bulle Summis desiderantes affectibus markierte zwar nicht den Beginn der Hexenverfolgungen in Europa, jedoch erreichte sie nun mit offizieller Beglaubigung durch das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche eine völlig neue Dimension.</p>
<p>Kramer sammelt … in seinem Buch weit verbreitete Ansichten über die Hexen und Zauberer. Im Hexenhammer werden die bestehenden Vorurteile übersichtlich präsentiert und mit einer vermeintlich wissenschaftlichen Argumentation begründet. Durch klare Regeln wird eine systematische Verfolgung und Vernichtung der vermeintlichen Hexen gefordert.</p>
<p>Der Hexenhammer entstand, als Kramer mit einer Inquisition in Innsbruck in der Diözese Brixen scheiterte. Als Reaktion auf diese Niederlage verfasste er sein Traktat, um seine Position zu stärken und die Hexenverfolgung vor deren Gegnern zu rechtfertigen. Er stand dabei unter Zeitdruck, was durch zahlreiche Fehler bei den Nummerierungen der Kapitel, bei Fragestellungen und Querverweisen deutlich wird.</p>
<p>Um seine Aussagen zu rechtfertigen, berief sich Kramer auf anerkannte Autoritäten. Er stellte seinem Werk die von Papst Innozenz VIII. 1484 unterzeichnete apostolische Bulle Summis desiderantes affectibus voran. Um die Echtheit des kirchlichen Dokuments zu bestätigen, fügte er 1487 eine Approbation des Notariats der Universität zu Köln hinzu, deren Echtheit jedoch in Frage gestellt wird, weil diese Approbation des Notariats der Universität zu Köln nur außerhalb des Kölner Bistums verbreitet wurde. Außerdem zitierte er bedeutende Persönlichkeiten wie z. B. Thomas von Aquin mit seiner Superstitionentheorie (= Theorie vom Aberglauben) sowie Augustinus und Johannes Nider, den Autor der Schrift Formicarius. Er verwies auch oft auf die Bibel. Mit mehreren dutzend Exempla illustrierte er seine Thesen, um zu verdeutlichen, wie verbreitet und gefährlich das Wirken der (vermeintlichen) Hexen sei. Er verfasste sein Werk in lateinischer Sprache. Die große Verbreitung der Abhandlung Hexenhammer wurde auch durch die Erfindung des Buchdrucks ermöglicht.</p>
<p>Um dem Werk mehr Autorität zu verleihen, soll Kramer auch seinen Mitbruder Jakob Sprenger als Mitautor benannt haben. Sprenger war jedoch schon in damaliger Zeit als Gegner der Hexenverfolgung bekannt und versuchte vergeblich, der Verleumdung, er sei Mitautor des Hexenhammers gewesen, entgegenzutreten. Ein Indiz für den Namensmissbrauch ist, dass Kramer den Hexenhammer im Wirkungsbereich Sprengers nur unter seinem eigenen Namen herausgeben ließ, im Rest Deutschlands jedoch unter Verwendung auch des Namens Sprengers. So sollte Sprenger möglichst spät Kenntnis des Missbrauches erlangen. So spricht der Drucker-Verleger Koberger in seinen Drucken nur von einem Autor im Singular, jedoch nicht von den Autoren. In der Nürnberger Ausgabe des Druckers Friedrich Peypus (1485–1534) von 1519 werden Heinrich Institoris und Jakob Sprenger gleichberechtigt als Autoren genannt, zu einem Zeitpunkt, da beide längst tot waren. Laien und Kleriker, die die Hexenjagd ablehnten, wurden im Hexenhammer zu Häretikern erklärt und mithin der Verfolgung preisgegeben: „Hairesis maxima est opera maleficarum non credere“ (Es ist die größte Häresie, nicht an das Wirken von Hexen zu glauben). Bei einigen Autoren regte sich deutlicher Widerstand gegen diese Schrift. 1631 veröffentlichte einer der bekanntesten Gegner der Hexenprozesse, der Jesuit Friedrich Spee, anonym die Cautio Criminalis, in der er vor allem die juristischen Methoden, die bei diesen Prozessen angewandt wurden, allen voran die Folter, kritisierte. Der Jurist und Aufklärer Thomasius verwies in seiner Dissertatio de crimine magiae 1701 auf fehlende Beweise für die Existenz von Hexen und ihren Teufelspakt.</p>
<p>Der Hexenhammer ist als scholastische Abhandlung verfasst und in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil definiert Kramer, was unter einer Hexe zu verstehen sei. Gelegentlich spricht er zwar von männlichen Zauberern, bezieht sich aber hauptsächlich auf das weibliche Geschlecht. Seiner Meinung nach sind Frauen für die schwarze Magie anfälliger als Männer. Sie seien schon bei der Schöpfung benachteiligt gewesen, weil Gott Eva aus Adams Rippe schuf. Außerdem warf er den Frauen, die er als „Feind der Freundschaft, eine unausweichliche Strafe, ein notwendiges Übel, eine natürliche Versuchung, eine begehrenswerte Katastrophe, eine häusliche Gefahr, einen erfreulichen Schaden, ein Übel der Natur“ bezeichnet, Defizite im Glauben vor. Dies begründete er mit einer eigenwilligen Etymologie des lateinischen Wortes femina, das er aus lat. fides „Glauben“ und minus „weniger“ ableitete. Er unterstellte den Frauen sexuelle Unersättlichkeit. Deshalb hätten sie auch intimen Kontakt mit speziellen Dämonen (Incubi). Der Teufelspakt bilde zusammen mit der schlechten Veranlagung der Frauen und der göttlichen Zulassung die Grundlage für das gefürchtete Phänomen der Hexe. Die Männer fielen dem Zauber der Frauen zum Opfer.</p>
<p>Nicht zufällig dominieren im zweiten Teil des Werkes die magischen Praktiken, die sich auf den Geschlechtsverkehr und die männliche Impotenz (durch Wegzaubern des Glieds) beziehen. Die Diskrepanz der Geschlechter zeige sich auch bei der Rollenverteilung im Verhältnis von Magie und Wissenschaft. Die Männer befänden sich in Positionen, die sie aufgrund ihres Wissens einnähmen, während sich die Frauen der Magie bedienten und Schaden anrichteten. Kramer beschreibt im zweiten Teil auch, wie man sich vor Schadenszauber (maleficium) schützen und diesen aufheben könne.</p>
<p>Im dritten Teil präsentiert er die von Spee kritisierten detaillierten Regeln für die Hexenprozesse und beschreibt verschiedene Fälle.</p>
<p>Kramer legitimierte die Hexenverfolgungen, sein Werk fand jedoch offiziell weder kirchliche noch weltliche Anerkennung. Er stellte völlig unberechtigt seinem Buch die päpstliche Bulle Summis desiderantes affectibus voran. Die Verfolgungen verbreiteten sich unabhängig von diesem Werk, in den durch die Reformation differenzierten Konfessionen. Zu Lebzeiten Kramers gab es Hunderte von Hinrichtungen. Der Canon episcopi, ein auf unbekannte Vorlage zurückgehendes kirchenrechtliches Dokument, das zur Zeit der Abfassung des Hexenhammers bereits über 500 Jahre alt war und Eingang in die bedeutendsten Sammlungen des Kirchenrechts gefunden hatte, verurteilte den Glauben an Hexenflüge in Gefolgschaft heidnischer Göttinnen als Einbildung teuflischen Ursprungs und Häresie. Kramer reagierte mit seinem Buch auf den bereits entgegen dieser Lehre bestehenden Hexenwahn. Er sah sich gezwungen, den Canon episcopi so zu interpretieren, dass jeder, der nicht an Hexen glaubte, zum Häretiker wurde. Parallelen zum Antijudaismus lassen sich bei dem im Hexenhammer geprägten Begriff des Hexensabbats erkennen (siehe auch: Sabbat). Der Hexenhammer fand in der Folge auch in Amerika Verbreitung wobei die Hexenprozesse in Salem, Massachusetts, die bekanntesten sind.“</p>
<p><em>Jakob Sprenger / Heinrich Kramer: Hexen, Zauberer, Dämonen. Geschichten aus dem Hexenhammer, Der Neue Morgen, Broschur, ca. 200 Seiten, etwa 14,99 EUR, ISBN 978-3-95480-012-4</em></p>
<p><strong><em>Dieses Buch erscheint voraussichtlich im Juni 2012</em></strong></p>
<p><strong><em>DOWNLOADS:</em></strong></p>
<p><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Hexe_Inhalt.pdf">Inhaltsverzeichnis (PDF)</a></p>
<p><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Hexe_Leseprobe.pdf">Leseprobe (PDF)</a></p>
<p><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Hexen_Cover_VS.pdf">Titelbild (PDF)</a></p>
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		<title>mühsam(e)s erben. Ein Lesebuch</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 12:12:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Erich Mühsam: War er tatsächlich ein unverbesserlicher Anarchist? Was wissen wir über ihn und welche Seiten lassen sich an ihm neu entdecken. Holger H. Elias begibt sich auf Spurensuche. Er hat neben Mühsam’ zu Unrecht fast vergessenen Erbtanten-Satire natürlich noch eine ganze Menge an belletristischen Meisterleistungen zusammengetragen, auch einige Gedichte aus dessen spitzer Feder und]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erich Mühsam: War er tatsächlich ein unverbesserlicher Anarchist? Was wissen wir über ihn und welche Seiten lassen sich an ihm neu entdecken. Holger H. Elias begibt sich auf Spurensuche. Er hat neben Mühsam’ zu Unrecht fast vergessenen Erbtanten-Satire natürlich noch eine ganze Menge an belletristischen Meisterleistungen zusammengetragen, auch einige Gedichte aus dessen spitzer Feder und andere, sich selbst erklärende Aufsätze gefunden. Und es ist immer wieder beeindruckend zu entdecken, dass sein Werk, der ja als Seismograph seiner Zeit gelten darf, noch heute Gültigkeit besitzt.<span id="more-226"></span></p>
<p>Aus dem Vorwort: „Ich liebe Mühsam. Und ich will Sie teilhaben lassen an dem knirschenden und zugleich bohrenden Humor, der die Jahrzehnte unbeschadet überstanden zu haben scheint. Seine bissigen Analysen können wir getrost in die heutige Zeit transferieren und wir werden feststellen, dass sie nichts, aber auch gar nichts an Aktualität eingebüßt haben. Wo er den Putz damals bröckeln sah, dort ist er heute vielleicht übergetüncht zu entdecken, also allenfalls oberflächlich geschönt. Die Wunde klafft weiter. Irgendwann bröckelt es wieder – wie zu Mühsams Zeiten. … Ich lade Sie also ein: Nehmen Sie sich Zeit und tauchen Sie mit uns ein in die scharfsinnige Poesie und Lyrik des unvergessenen Erich Kurt Mühsam.“</p>
<p>Mühsam (* 6. April 1878 in Berlin; † 10. Juli 1934 in Oranienburg) war maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wofür er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt wurde und nach fünf Jahren im Rahmen einer Amnestie freikam. In der Nacht des Reichstagsbrandes wurde er von den Nationalsozialisten erneut verhaftet und am 10. Juli 1934 von der SS-Wachmannschaft des KZ Oranienburg ermordet.</p>
<p><em><strong>Dieses Buch erscheint am 29. Mai 2012.</strong></em></p>
<p><em>Holger H. Elias (Hg.): mühsam(e)s erben. Ein Lesebuch. Der Neue Morgen, ca. 200 Seiten, brosch., Preis: ca. 12,99 EUR, ISBN 978-3-95480-011-7</em></p>
<p><strong><em>DOWNLOADS:</em></strong></p>
<p><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Elias_MuehsamesErben_Inhalt.pdf">Inhaltsverzeichnis (PDF)</a></p>
<p><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Elias_MuehsamesErben_Leseprobe.pdf">Leseprobe (PDF)</a></p>
<p><a href="http://www.der-neue-morgen.de/wp-content/uploads/2012/04/Muehsam_Psychologie_Cover_VS.pdf">Titelbild (PDF)</a></p>
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		<title>Karl von Holtei: Mord in Riga</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 11:59:14 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die von Karl von Holtei geschriebene Erzählung darf als einer der ersten Kriminalromane bezeichnet werden. In diesem Buch orientiert sich der Verlag an der 1855 erschienen Ausgabe. Holtei versuchte, die deutsche Sprache gegenüber dem Französischen (aus dem damals noch die meisten deutschen Literatur- und Theaterprodukte übersetzt waren), aufzuwerten, indem er verschiedenste Dialekte verwendete. Dieses Stilmittel gab es im Französischen nicht. Die Aufwertung des Dialekts gegenüber der Hochsprache verstand er nicht zuletzt als Aufwertung des Bürgerlichen gegenüber dem Aristokratischen. Obwohl er selbst ein Angehöriger des niederen Adels war, bemühte er sich, zwischen Adel und Bürgertum zu vermitteln, statt die Konflikte zu betonen, die in den Revolutionsjahren 1830 und 1848 zum Ausbruch kamen. Daher sind seine Stücke eher unpolitisch, höchstens patriotisch wie Der alte Feldherr. Sie befassen sich im biedermeierlichen Sinn hauptsächlich mit dem Privatleben und behandeln aktuelle gesellschaftliche Fragen wie die Freiheit der Partnerwahl für die Ehe. Dabei appellieren sie an die Toleranz des Publikums. Bekannt wurden Holteis Possen <em>Die Berliner in Wien</em> und <em>Die Wiener in Berlin</em>, in denen er mit Sprachunterschieden operierte.<span id="more-189"></span></p>
<p>Karl von Holtei (1798 bis 1880) war ein deutscher Schriftsteller, Schauspieler, Rezitator, Theaterregisseur und Theaterleiter. Er entstammte einer evangelischen Offiziersfamilie von kurländischem Adel. Seine Eltern waren der Husarenoffizier Karl von Holtei und Wilhelmine, geb. von Kessel. Da die Mutter kurz nach seiner Geburt starb, wurde er von seiner Tante, der Freifrau von Arnold versorgt. Er besuchte zuerst das Friedrichs-, dann das Maria-Magdalenen-Gymnasium in Breslau und nahm 1815 als Freiwilliger am Feldzug gegen Napoleon teil. Nach der Rückkehr holte er das Abitur nach und begann anschließend ein Studium der Rechte an der Universität Breslau. Bereits in seiner Jugend war Holtei als Schauspieler, Dramaturg, Regisseur und Bühnendichter tätig. Seine Erzählung Ein Mord in Riga war einer der ersten deutschen Kriminalromane. 1860–1861 unternahm er eine Vorlesungsreise durch Schlesien und wurde von seinen Landsleuten begeistert gefeiert. 1863 übersiedelte er zurück in seine Heimatstadt Breslau, wohnte in einer Mansardenwohnung und dichtete wieder Mundartgedichte. Sein achtzigster Geburtstag wurde festlich begangen. Schon vorher fand er Aufnahme und Pflege im Kloster der Barmherzigen Brüder, wo er auch verstarb.</p>
<p><em>Karl von Holtei: Mord in Riga, Der Neue Morgen, 190 Seiten, brosch., Preis: ca. 12,99 EUR, ISBN 978-3-942460-42-2 – lieferbar ab 29. Mai 2012</em></p>
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		<title>Wer mir nahe ist, steht mitten im Feuer</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 08:32:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„Wer mir nahe ist, steht mitten im Feuer“ – so hat der Rudolstädter Autor Manfred Silge sein vierbändiges Werk genannt, das er am 3. Dezember um 19 Uhr in der Stadtbibliothek von Rudolstadt vorstellen wird.  Der erste Band des Romans war bereits im März im mittlerweile insolventen Greifenverlag herausgekommen. Doch konnte aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wer mir nahe ist, steht mitten im Feuer“ – so hat der Rudolstädter Autor Manfred Silge sein vierbändiges Werk genannt, das er am 3. Dezember um 19 Uhr in der Stadtbibliothek von Rudolstadt vorstellen wird.  Der erste Band des Romans war bereits im März im mittlerweile insolventen Greifenverlag herausgekommen. Doch konnte aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten des Verlags nur eine sehr geringe Auflage produziert werden, die schnell vergriffen war. Das Interesse am Roman wurde aber im Mai weiter geweckt durch eine Lesung des Autors in der Rudolstädter Stadtbibliothek. Nun hat der Verlag Der Neue Morgen das ehrgeizige Buchprojekt übernommen und alle vier Bände in einer Taschenbuchauflage herausgebracht.<span id="more-128"></span></p>
<p>„Wer mir nahe ist, steht mitten im Feuer“. Das Zitat aus dem nicht in die Bibel aufgenommenen Thomas-Evangelium steht beispielhaft für die radikalen Gedanken, die Jesus verkündete. In seinem Roman erzählt der Autor auf über 2000 Seiten mit epischem Atem die Geschichte der Evangelien nach. Die bekannten Worte setzt er dabei in den Kontext der antiken Welt und macht so vieles anschaulicher und für heutige Leser verständlicher.</p>
<p>Manfred Silge ist Atheist. Dennoch nähert er sich der historischen Figur Jesus mit Respekt. An seinem Roman hat er über sechs Jahre lang gearbeitet. In dieser Zeit betrieb er umfangreiche Literaturstudien. Am Ende steht eine mögliche Rekonstruktion der damaligen Ereignisse, die zu eigenem Nachdenken einlädt.</p>
<p>Jesus erscheint in diesem Roman als revolutionärer Denker und Vorbild, nicht als Sohn Gottes. Der Autor macht auch deutlich, wie die Kirche die Lehre von Jesus später verfälschte. Im Zentrum von Jesus’ Gedanken standen vor allem Nächstenliebe und Gerechtigkeit. Auf Macht verzichte er bewusst.</p>
<p>Der Roman erscheint aufgeteilt in vier Bände. Im ersten Buch – „Der große Plan“ – widmet sich der Autor zwei besonders interessanten Fragen. Wie verliefen eigentlich Kindheit und Jugend von Jesus? Wie hat er die Kenntnisse erworben, die es ihm später erlaubten, eine derart kühne neue Lehre zu entwickeln? Silge versucht, Antworten zu geben; dabei muss er sich natürlich große Freiheiten nehmen. Seine Erfindungen wirken aber plausibel, was auch am großen Detailreichtum der Erzählung liegt. Die weiteren Bände widmen sich unter anderem der Bergpredigt und schließlich den letzten drei Monaten in Jesus’ öffentlichem Wirken und der Kreuzigung.</p>
<p><em>Manfred Silge: </em><em>Wer mir nahe ist, steht mitten im Feuer</em></p>
<p><em>Band 1: Der große Plan. 520 Seiten, € 14,95, Paperback, ISBN 978-3-942460-28-6</em></p>
<p><em>Band 2: messiah – Der Gesalbte. 512 Seiten, € 14,95, Paperback, ISBN 978-3-942460-29-3</em></p>
<p><em>Band 3: rabbani – Der Lehrer. 462 Seiten, € 14,95, Paperback, ISBN 978-3-942460-30-9</em></p>
<p><em>Band 4: zaddik – Der Gerechte. 488 Seiten, € 14,95, Paperback, ISBN 978-3942460-31-6</em></p>
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		<title>Bärbel Wachholz und der weiße Tatra</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 08:36:26 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dietrich Zeise erzählt in 38 autobiografischen Geschichten vom Aufwachsen in der DDR, von der Arbeit auf Montage und dem Neuanfang im vereinten Deutschland. Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung von den 50er Jahren bis in die Gegenwart lässt der Autor verpasste Lebenschancen und kuriose Begebenheiten Revue passieren. Dabei zeigt er vor allem, wie man sich]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dietrich Zeise erzählt in 38 autobiografischen Geschichten<br />
vom Aufwachsen in der DDR, von der Arbeit auf Montage und dem Neuanfang im vereinten<br />
Deutschland. Vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung von den 50er<br />
Jahren bis in die Gegenwart lässt der Autor verpasste Lebenschancen und kuriose<br />
Begebenheiten Revue passieren. Dabei zeigt er vor allem, wie man sich von den<br />
Launen des Schicksals nicht aus der Bahn werfen lässt. So entsteht ein<br />
ungeschöntes Bild des Arbeiterlebens im sozialistischen Staat. Aber auch die<br />
Tücken der kapitalistischen Wirtschaft werden nicht ausgespart.  Und am Ende erwartet den Helden noch einmal<br />
ein besonderes Abenteuer &#8230;</p>
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		<title>&#8230; sonst kommst du nach Schwedt!</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 08:58:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Klaus Auerswald war im berüchtigten Armeeknast in Schwedt inhaftiert. Der ehemalige Soldat wurde 1968 wegen angeblich „mehrfach begangener staatsfeindlicher Hetze“ zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Seinem Bericht liegen die einschlägigen Akten zugrunde, die Auerswald nach der politischen Wende einsehen durfte. Herausgekommen ist ein dokumentarisches Zeugnis, das einen tiefen und zugleich erschütternden Einblick]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Klaus Auerswald war im berüchtigten Armeeknast in Schwedt inhaftiert. Der ehemalige Soldat wurde 1968 wegen angeblich „mehrfach begangener staatsfeindlicher Hetze“ zu einem Jahr und acht Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Seinem Bericht liegen die einschlägigen Akten zugrunde, die Auerswald nach der politischen Wende einsehen durfte. Herausgekommen ist ein dokumentarisches Zeugnis, das einen tiefen und zugleich erschütternden Einblick in die DDR-Militärstrafpraxis gewährt.</p>
<p>Klaus Auerswald, 1947 in Dresden geboren. Erlernter Beruf: Elektromonteur. 1967 &#8211; 1970 NVA-Grundwehrdienst mit 20-monatiger Inhaftierung im Militärgefängnis Schwedt wegen angeblicher „Staatsfeindlicher Hetze“. 1976 – 1981 Studium an der Technischen Hochschule in Dresden mit Abschluss Dipl-Ing. für Informationstechnik. Literarisch tätig seit 1982. Veröffentlichung der Werke zur damaligen Zeit nicht möglich. In  seinen Werken befasst es sich mit der politischen Situation in der DDR und seinen Erlebnissen in der Haft.</p>
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		<title>Erfurt vor 100 Jahren</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 09:39:46 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[dnm Sachbuch]]></category>
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		<description><![CDATA[Was bewegte die Bürger von Erfurt im Jahr 1911? Die Artikel aus dem Lokalteil der Erfurter Zeitungen geben Auskunft. Der Inhalt reicht vom Gattenmord bis zur Spitzentisch-Affäre, vom Alkoholmissbrauch bis zur Zigeunerbande. Feiernde Bürger ziehen beim Lesen vor unserem inneren Auge ebenso vorüber wie streikende Arbeiter und natürlich die zu allen Zeiten beliebte »Jugend ohne]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vu2031.admin.s1.web-shop-hosting.com/wp-content/uploads/2011/08/97839424602551.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-69" title="9783942460255" src="http://vu2031.admin.s1.web-shop-hosting.com/wp-content/uploads/2011/08/97839424602551-186x300.jpg" alt="" width="186" height="300" /></a>Was bewegte die Bürger von Erfurt im Jahr 1911? Die Artikel aus dem Lokalteil der Erfurter Zeitungen geben Auskunft. Der Inhalt reicht vom Gattenmord bis zur Spitzentisch-Affäre, vom Alkoholmissbrauch bis zur Zigeunerbande. Feiernde Bürger ziehen beim Lesen vor unserem inneren Auge ebenso vorüber wie streikende Arbeiter und natürlich die zu allen Zeiten beliebte »Jugend ohne Tugend«. So entsteht ein überraschend unterhaltsames und gleichzeitig lehrreiches Buch, das uns ein Gefühl dafür vermittelt, wie sich das Leben in Erfurt vor 100 Jahren »angefühlt« haben mag.</p>
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		<title>Meiningen vor 100 Jahren</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Aug 2011 09:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[dnm Sachbuch]]></category>
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		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Zeitungsartikeln des Jahres 1911 entsteht eine unterhaltsame Chronik, in der es weniger um wichtige politische Ereignisse geht, sondern vor allem um das alltägliche Leben der Menschen. Was bewegte die Bürger von Meiningen damals? Die Artikel aus dem Lokalteil des »Meininger Tageblatts« geben darüber Auskunft. Vom Herzog bis zum Hochstapler, vom Soldaten bis zum Schuljungen ziehen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://vu2031.admin.s1.web-shop-hosting.com/wp-content/uploads/2011/08/9783942460262.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-71" title="9783942460262" src="http://vu2031.admin.s1.web-shop-hosting.com/wp-content/uploads/2011/08/9783942460262-191x300.jpg" alt="" width="191" height="300" /></a>Aus Zeitungsartikeln des Jahres 1911 entsteht eine unterhaltsame Chronik, in der es weniger um wichtige politische Ereignisse geht, sondern vor allem um das alltägliche Leben der Menschen. Was bewegte die Bürger von Meiningen damals? Die Artikel aus dem Lokalteil des »Meininger Tageblatts« geben darüber Auskunft. Vom Herzog bis zum Hochstapler, vom Soldaten bis zum Schuljungen ziehen die Menschen von damals vor unserem inneren Auge vorüber. So entsteht ein überraschend unterhaltsames und gleichzeitig lehrreiches Buch, das uns ein Gefühl dafür vermittelt, wie sich das Leben in Meiningen vor 100 Jahren »angefühlt« haben mag.</p>
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